Vollformat-Sensor

0 comments

Ein Vollformat-Sensor ist ein elektronischer Sensor in einer Digitalkamera mit einem Bildformat von 24 mm x 36 mm. Der Vollformat-Sensor wurde als Entsprechung zum Kleinbildformat des analogen Films entwickelt.

 

In der analogen Fotografie gilt das Kleinbildformat als Standard. Aus Kostengründen entschieden sich die Hersteller digitaler Kameras zunächst für kleinere Bildsensoren, die nur wenige Millimeter groß waren. Bildrauschen und Unschärfen waren bei höher eingestellter Lichtempfindlichkeit dabei nicht zu vermeiden. Mit der Entwicklung digitaler Spiegelreflexkameras fanden größere Sensoren Verwendung – die bis heute noch gängigen APS-C-Sensoren mit einer Größe von etwa 16 mm x 24 mm. Die Maße variieren je nach Hersteller, die APS-C-Sensoren sind nicht genormt. Erst 2002 kam mit der Contax N Digital die erste Spiegelreflexkamera mit einem Vollformat-Sensor auf den Markt. Die Hersteller Canon und Kodak zogen ein Jahr später nach, ab 2007 auch Nikon, 2008 Sony und 2011 schließlich Leica. Mit dem Vollformat-Sensor werden ohne Qualitätsverlust Lichtempfindlichkeiten um die 6400 ISO erreicht. Im Gegensatz zu kleineren Sensoren können im Vollformat mehr Pixel und somit mehr Bildinformationen gespeichert werden. Die rauscharmen Fotografien eignen sich dabei auch für Vergrößerungen. Das Umrechnen der wahren Brennweite mit Hilfe des Crop-Faktors entfällt, da die verwendeten Brennweiten denen des Kleinbildformats entsprechen.

Share on Facebook0Tweet about this on TwitterShare on Google+0Pin on Pinterest0Share on LinkedIn0