Verschlusszeit

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Die Verschlusszeit ist die Zeit, die ein Kameraverschluss geöffnet ist und gleichzusetzen mit dem Begriff der „Belichtungszeit“. Die Öffnung erfolgt mechanisch oder elektronisch. Neben der Blende und der Lichtempfindlichkeit des Films oder des Sensors, dem ISO-Wert, steuert die Verschlusszeit dabei die Bildhelligkeit.

 

Zum Errechnen der Belichtungszeit müssen die Blendenöffnung, der ISO-Wert und die Helligkeit des Motivs berücksichtigt werden. Um die Verwacklungsgefahr zu verringern, gilt die Faustregel, dass die Belichtungszeit dem Kehrwert der Brennweite entspricht. Bei einer Brennweite von 50 mm beträgt die Belichtungszeit demnach mindestens 1/50 s. Je nachdem, ob man die Belichtungszeit ohne Ausgleich durch die Blende verdoppelt oder halbiert, wird die Fotografie um eine Stufe über- oder unterbelichtet. Die Zeitenreihe der Verschlusszeiten entspricht der Blendenzahlreihe, was bedeutet, dass die um einen Sekundbruchteil verkürzte Verschlusszeit durch die nächste kleinere Blendenzahl ausgeglichen wird. Die Belichtungszeit gestaltet das Bild nicht nur aufgrund von Helligkeitswerten, sondern auch durch unterschiedliche Bewegungsdarstellungen: Mit einer geringen Belichtungszeit werden Bewegungen eingefroren, bei einer längeren Verschlusszeit zeigen sich die Bewegungen fließend. Einige Kameras bieten für Langzeitbelichtungen die Möglichkeit, mit der Bulb-Einstellung so lange zu belichten, wie der Auslöser gedrückt wird, oder mit der Time-Einstellung die Verschlusszeit mit dem Auslösen beginnen und mit erneuter Betätigung des Auslösers enden zu lassen.

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