ISO-Wert

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Die Empfindlichkeit eines Films wird in der analogen Fotografie mit dem ISO-Wert angegeben. Bei digitalen Kameras wird mit dieser Einheit die Lichtempfindlichkeit des Sensors beschrieben.

 

1934 wurde vom Deutschen Institut für Normung e.V. eine logarithmisch skalierte DIN-Norm zur Beschreibung der Lichtempfindlichkeit von Schwarz-Weiß-Filmen festgelegt. Die Maßeinheit wurde in Gradzahlen angegeben. Die ASA (American Standards Association) deutete ab 1940 die Empfindlichkeit von Schwarz-Weiß-Filmen innerhalb eines linearen Wertesystem. Nachdem beide Systeme Anfang der 1960er Jahre überarbeitet wurden und die neuen Angaben zu Unklarheiten in der Industrie und bei den Anwendern führte, legte die International Organization for Standardization (ISO) 1974 eine neue Standardisierung vor, die die ASA-Werte und die DIN-Norm kombinierte.

Je empfindlicher ein Film beziehungsweise ein Sensor, desto weniger Licht ist notwendig, um ein gut belichtetes Ergebnis zu erzielen. Gleichzeitig gilt: Je empfindlicher der Film, desto geringer ist die Farbtreue und desto niedriger ist der Kontrastumfang. Das bedeutet, dass mit niedrigempfindlichen Filmen (ISO 25-64) die deutlichste Schärfe und feinste Körnigkeit erzielt werden. Filme mit ISO-Werten zwischen 100 und 200 gelten als normalempfindlich und eignen sich für sonnige Tageslichtsituationen. Hochempfindliche Filme werden mit ISO-Werten von 400 bis zur Höchstempfindlichkeit von 6400 vertrieben. Höchstempfindliche Filme werden vor allem in der Theater- und Eventfotografie eingesetzt.

Der jeweilige ISO-Wert kann durch die Öffnung der Blende und Belichtungszeit ausgeglichen beziehungsweise angehoben werden. Bei digitalen Kameras lässt sich der ISO-Wert des Sensors verstellen. Die meisten Digitalkameras verfügen heute über eine ISO-Automatik, die zugunsten einer reduzierten der Verwacklungsgefahr auf Kosten der Bildqualität entscheidet.

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