Fischaugenobjektiv

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Fischauge

 

 

Das Fischaugenobjektiv ist ein starkes Weitwinkelobjektiv, das bei einem Bildwinkel von 180° und mehr Bildergebnisse mit tonnenförmiger Verzeichnung liefert. Gerade Linien werden von der Bildmitte aus gekrümmt abgebildet. Je nach Kamera liegt die Brennweite eines Vollformatfischauges zwischen 8 mm bis 16 mm.

 

Ursprünglich wurde das Fischaugenobjektiv für meteorologische und astronomische Forschungszwecke entwickelt. Später wurde es für die Überwachung enger Räume und Rohre eingesetzt. Ab 1960 kam ein Fischaugenobjektiv von Nikon in den Handel, das zur Wetterbeobachtung empfohlen wurde. Mit dem Fisheye-Nikkor 8/8,0 brachte Nikon 1962 das erste Objektiv mit einem Bildwinkel von 180° für Spiegelreflexkameras auf den Markt. Das Fischaugenobjektiv wird in drei Typen unterschieden: Mit einem zirkularen Objektiv von 8 mm gelingen kreisrunde Aufnahmen innerhalb des rechteckigen Bildformats. Das bedeutet, dass der Durchmesser des Bildkreises nicht größer als die kürzeste Kante des Formats ist. Ein vollformatiges Fischaugenobjektiv mit einer Brennweite von 15 mm bis 17 mm erreicht seinen 180° Bildwinkel nur in der Diagonale, wofür das Bildformat voll ausgenutzt wird. Es entstehen keine schwarzen Ränder wie bei der zirkularen oder dritten Variante. Beschnitten zeigt sich das Bildergebnis nämlich bei Verwendung eines Fischaugenobjektivs mit einer Brennweite um 12 mm. Der Bildkreisdurchmesser ist hierbei höchstens so groß wie die längste Seite des Formats. Fischaugenobjektive haben kein Gewinde für einen Filteraufsatz, da dieser bei der Aufnahme stören würde. Am häufigsten wird das Fischaugenobjektiv bei der Panorama- und Architekturfotografie verwendet. Durch die besondere Art der Verzerrungen wird es von vielen Künstlern als bewusstes Stilmittel in allen Genres der Fotografie eingesetzt.

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