Crop-Faktor

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Crop_Factor

 

Foto: Crop Factor by Self

 

Der sogenannte Crop-Faktor oder auch Format-Faktor dient der Umrechnung der tatsächlichen Brennweite einer digitalen Kamera mit kleinem Sensor zur Kleinbild-äquivalenten Brennweite. Errechnet wird der Crop-Faktor, indem man die Kleinbild-äquivalente Brennweite durch die tatsächliche Brennweite dividiert.

 

In der Fotografie-Geschichte des 20. Jahrhunderts setzte sich das Kleinbild (35 mm) als Standardformat durch. Durch den Einsatz kleinerer Sensoren in der Digitalfotografie, die bei gleicher Brennweite einen engeren Bildwinkel produzieren, dient der Crop-Faktor zur Berechnung der Vergleichsgröße. Das Weitwinkelobjektiv einer Kleinbildkamera, entspricht bei einem kleineren Sensor etwa einem Normalobjektiv.

Der englische Begriff „crop“ bezieht sich auf den beschnittenen Bildausschnitt, da bei kleineren Sensoren die lichtempfindliche Fläche ebenfalls kleiner ist als beim Kleinbildformat. Bei gleichem Abstand zwischen Objekt und Objektiv liefert die Vollformatkamera einen dementsprechend größeren Bildausschnitt. Viele Hersteller digitaler Kamera geben den Crop-Faktor der Objektive an.

Die vergleichbare Schärfentiefe (Blendenzahl) und Lichtempfindlichkeit (ISO-Werte) lassen sich mit dem Crop-Faktor nur bedingt errechnen. Trotz Einsatz einer äquivalenten Brennweite wird das digitale Ergebnis nicht dem Kleinbild entsprechen. Die Modellrechnung dient der Orientierung und beachtet nicht alle Eigenheiten der Sensoren, die in puncto Pixeldichte beispielsweise nicht genormt sind.

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