Bildstabilisator

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Es gibt optische, mechanische und digitale Bildstabilisatoren. Sie gleichen die Bewegung des Fotografen aus, sodass auch ohne Stativ scharfe Bildergebnisse möglich sind – trotz extremen Zoom oder schlechten Lichtverhältnissen. Ist die Belichtungszeit länger als 1/125 Sekunde, warnen einige Kameras mit einem optischen Signal vor der Gefahr, die Fotografie ohne Stabilisator zu verwackeln.

 

Mit der Zoom 700VR stellte Nikon 1994 das erste optische Bildstabilisationssystem vor. Canon folgte nur ein Jahr später mit einem Tele-Zoom sowie einem Wechselobjektiv mit optischen Bildstabilisatoren. Letztere bringen die Linsen im Objektiv in Schwingung, sobald die Kamera bewegt wird. Auf diese Art können die Linsen mit horizontalen und vertikalen Bewegungen die Unruhe des Fotografen ausgleichen. Durch die Verschiebungen der Linsen kann es zu leichten chromatischen Aberrationen auf dem Motiv oder Unschärfen und Abbildungsfehler am Bildrand kommen.

Mechanische Bildstabilisatoren befinden sich als Aufnahmesensor im Körper der Kamera. Entgegen der optischen Stabilisatoren können die Sensoren nicht nur horizontale und vertikale, sondern auch Rotationsbewegungen ausgleichen. Die Stabilisierung ist allerdings nicht im Sucher zu erkennen, sondern wird erst auf der Fotografie sichtbar.

2-3 Belichtungsstufen beziehungsweise vier- bis achtfach längere Verschlusszeiten können bei der optischen oder mechanischen Bildstabilisierung gewonnen werden. Das heißt, dass bei einer Brennweite von 35 mm und einer Belichtungszeit von 1/35 Sekunden mit einem Bildstabilisator eine Belichtungszeit von 1/8 erreicht werden kann.

Digitale Bildstabilisatoren erhöhen zudem die ISO-Empfindlichkeit um die Belichtungszeit zu verkürzen. Mit Erhöhung des ISO-Werts nimmt das sogenannte Bildrauschen zu: Pixel werden durch Farbabweichungen erkennbar.

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