Barytpapier

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baryt-© WhiteWall.de

 

Bei Barytpapier handelt es sich um ein mit Bariumsulfat (Baryt) beschichtetes Fotopapier. Baryt ist weder giftig noch wasserlöslich. Die Beschichtung dient als Weißmacher und der Trennung von Papier und Farbe. Zudem werden Unebenheiten ausgeglichen. Das Belichtungsverfahren gilt als aufwendig, die Qualität der Fotografien dafür umso langlebiger.

 

Eine der ersten Methoden Fotografien auf Papier zu bringen und zu fixieren, entwickelte Henry Fox Talbot um 1830. Dadurch, dass die verwendeten lichtempfindlichen Lösungen in das Papier eindrangen, waren diese Bilder unscharf und kontrastarm. Erst 30 Jahre später entdecktendie beiden Spanier Martinez-Sanchez und Laurant angeblich die Möglichkeit, durch eine Barytschicht die Papieroberfläche zu „grundieren“. Zunächst verwendete man Kollodium als Bindemittel der Silberhalogenide in der lichtempfindlichen Schicht, die auf die Grundierung aufgetragen wird – seit 1890 Gelatine. Nach der Belichtung wird das Papier entwickelt, fixiert, gewässert und in einer Presse getrocknet. Trotz des hohen Aufwands findet das Barytpapier bis heute in modernen Fachlaboren wie WhiteWall Verwendung. Die Brillanz von Weiß, die Sättigung von Schwarz, die Feinheit der Grauabstufungen und die starken Kontraste werden von keinem anderen Papier erreicht.

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