Goldener Schnitt & Drittelregel | Basiswissen der Fotografie

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Goldener Schnitt

Der Goldene Schnitt ist eine seit der Antike bekannte Gestaltungsregel. Es handelt sich um die asymmetrische Teilung einer Strecke, welche aufgrund ihrer Einzigartigkeit und Besonderheit immer wieder die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Eine Strecke wird so unterteilt, dass das Verhältnis vom kleineren Teil zum größeren Teil dem des größeren Teils zur Gesamtstrecke entspricht. Durch diese Teilung wird der Bezug zum Ganzen herausgestellt und es verbindet sich auf eindrückliche Weise die Symmetrie mit der Asymmetrie. Der Goldene Schnitt ist erstaunlicherweise ein in der Natur häufig vorkommendes Verhältnis, Sie werden ihn aber auch in der Architektur und in der Kunst wiederfinden, in der Typografie und im Produktdesign. Grund dafür ist, dass der Goldene Schnitt häufig mit Schönheit in Verbindung gebracht wird, da eine Vollkommenheit durch die Gleichheit von Proportionen besteht.

 

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Das Boot befindet sich im goldenen Schnitt. Aber auch die Bildhöhe zur Breite steht im Verhältnis des Goldenen Schnitts.

 

 

Drittelregel

Die Drittelregel ist als ein einfaches Hilfsmittel zu betrachten, dass Ihnen dabei hilft, das Motiv aus der Mitte zu rücken. Dies hilft dabei, einen harmonischen Bildaufbau zu erzielen. Man teilt die Bildfläche waagerecht und senkrecht in je drei gleich große Bereiche und versucht, die wesentlichen Motivelemente an den Grenzlinien dieser Bereiche auszurichten oder auf die Schnittpunkte zu legen.

 

Bei vielen Kameras können Sie sich dieses Dreierraster im Display anzeigen lassen, beim Freistellungswerkzeug ab Photoshop CS5 lässt es sich auch einblenden. Auch wenn Sie sich nicht genau an die Dreierregel halten möchten, kann das Raster bei der Positionierung nützlich sein. Auf Dauer sollten Sie sich auf ihr eigenes Harmonieempfinden verlassen und das Motiv dort positionieren, wo es Ihnen perfekt stimmig erscheint. Und vergessen Sie auch nicht, dass es nicht immer darum geht, Harmonie zu erzeugen, manchmal wollen Sie auch Spannung im Bild erzielen, und da ist eine perfekte Ausgeglichenheit nicht förderlich.

 

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Die Drittelregel mit überlagertem Raster. Das unbeschnittene Original des Bildes ist spannungsvoll und elegant, weil es sich nicht genau an die Drittelregel hält.

 

Fotos: Galileo Press

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